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Was sind die Anzeichen der Einnistung?

Die Wartezeit nach dem Embryonentransfer ist unheimlich schwer für unsere Patienten. Obwohl man die Routine der Medikamenteneinnahme beibehält, ist man sich bewusst, dass die Behandlung nun zu Ende gegangen ist und es nichts anderes zu tun bleibt als auf den Tag des Schwangerschaftstests zu warten. Obwohl wir unseren Patienten immer ausdrücklich empfehlen sich zu gedulden und den Schwangerschaftstest im Blut beim Frauenarzt zu machen, halten viele nicht aus und führen den Test schon früher durch. Die Gefahr dabei ist, dass ein falsches Ergebnis rauskommt, da das Schwangerschaftshormon hCG im Urin erst später nachzuweisen sind.

Nach dem Embryonetransfer achten Frauen besonders aufmerksam auf ihren Körper und suchen nach Anzeichen der embryonalen Einnistung. In diesem Artikel möchten wir einige dieser Anzeichen erläutern, allerdings aber auch darauf hinzuweisen, dass diese sehr individuell sind und oft komplett ausbleiben. In beiden Fällen, stehen die Chancen gleich gut, dass die Kleine oder der Kleine es geschafft hat und sich in der Gebärmutterschleimhaut erfolgreich eingenistet hat.

 

Der Zeitpunkt der Einnistung

 

In einer natürlichen Schwangerschaft findet die Befruchtung der Eizelle in den Eileitern statt und die befruchtete Eizelle wandert danach Richtung Gebärmutter, wo sie  ungefähr am 5. oder 6. Tag nach der Befruchtung, also ungefähr eine Woche vor Beginn der nächsten Periode, ankommt. Diese Phase der Embryonalentwicklung nennt man die Blastozystenkultur.

Um die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen und die optimalen Bedingungen für die Einnistung des Embryos zu schaffen, produziert der Gelbkörper (a.g. Corpus luteum), der aus dem geplatzten Follikel, also nach dem Eisprung,  entsteht. Der Gelbkörper produziert die weiblichen Sexualhormone: Progesteron und Östrogen, die für die Regulierung des weiblichen Zyklus zuständig sind. Das natürliche Progesteron in der zweiten Zyklushälfe sorgt für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Aufnahme des Embryos.  Später in der Schwangerschaft, wenn sich die Plazenta ( a.g. Mutterkuchen), gebildet hat, löst sie den Gelbkörper bei der Produktion des Progesterons ab.

Bei einer Behandlung der assistierten Reproduktion simuliert man den natürlichen Prozess. Da die Befruchtung der Eizellen außerhalb des Körpers der Frau stattfindet, ist kein Gelbkörper vorhanden, der die Produktion von Progesteron und Östrogen übernehmen könnte. Aus diesem Grund wird die Gebärmutter durch die Verabreichung bestimmter Medikamente aufgebaut und auf den Embryonentransfer vorbereitet. Zuerst allerdings entnimmt man die Eizellen aus den Eierstöcken der Frau und befruchtet diese im Labor. Am 5. oder 6. Tag der Embryonalentwicklung (also im Blastozystenstadium), wird einer oder zwei beste Embryonen in die Gebärmutter der Frau transferiert, wobei man den Embryo an der bestmöglichen Stelle plaziert: dadurch wird beispielsweise die Wahrscheinlichkeit einer Fehlstellung der Plazenta reduziert.

 

Anzeichen der Einnistung

 

Obwohl wissenschaftlich keine Anzeichen für die Einnistung definiert wurden, wissen manche Frauen sicher, ob die Einnistung stattgefunden hat oder nicht. Dabei verlassen sie sich auf folgende Anzeichen:

  • Einnistungsschmerz: damit bezieht man sich eher auf ein leichtes Ziehen im Unterleib, als auf einen richtigen Schmerz. Dieses Ziehen kann zwischen etwa dem 6 und dem 10 Tag nach der Befruchtung auftreten.

 

  • Einnistungsblutung: dabei handelt es sich um helle, leichte Ausscheidungen, die leicht zu übersehen sind. Sollte es sich um dunkelrote und ausgiebige Blutung handeln, sollte man sofort einen Arzt aussuchen bzw. die behandelnde Kinderwunschklinik kontaktieren.

 

Zu sonstigen Anzeichen zählen Übelkeit, Heißhunder, Kopfschmerzen oder Spannungsgefühl in den Brüsten, etc.

An dieser Stelle möchten wir noch mal betonen, dass die Einnistung von jeder Frau sehr individuell wahrgenommen wird und viele Frauen oft überhaupt nichts merken, besonders, wenn es sich dabei um eine natürliche Schwangerschaft handelt. Obwohl es unzählige Mythen rund um die Schwangerschaft gibt und wie man die Einnistung duch bestimmtes Tun und Lassen fördern kann, gibt es keine wissenschaftlichen Ratschläge dafür.  Womit man sich und dem zukünftigen Baby sicher einen Gefallen tut, ist eine gesunde Lebensweise: ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und genug Schlag und möglichts stressfreie Umgebung.

 

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