weiblicher-faktor

Übertragung von Krankheiten in der Schwangerschaft

Krankheiten in der Schwangerschaft

Wie viel wissen Sie über die Übertragung von Krankheiten in der Schwangerschaft? Welche Krankheiten werden von der Mutter zum Kind in der Schwangerschaft übertragen und wie kann das vermieden werden?

In einer natürlichen Schwangerschaft wissen die meisten Frauen erst, dass sie schwanger sind, wenn die Regelblutung aussetzt. Zu dieser Zeit ist man bereits in der 2 -3 Schwangerschaftwoche. Das bedeutet, dass Frauen sich im Laufe dieser 2 -3 Wochen mit einer Infektion anstecken können, die von der Mutter zum Kind übertragen werden kann. Diese Übertragung nennt man die vertikale Transmission.  Plant man die Schwangerschaft aber zeitig, können diese Risiken z.B. durch Impfungen, vermieden werden.

Bei Behandlungen der assstierten Reproduktion, ist die Durchführung zahlreicher Untersuchungen vor Beginn der Behandlung eine Pflicht. Auf diese Weise weiß man, ob die zukünftige Mama an einer Infektion bzw. Krankheit leidet – bzw. diese bereits hinter sich hat -und ob diese während der Schwangerschaft dem Kind übertragen werden kann. Die Möglichkeit eine Frau auf diese Weise auf die Schwangerschaft vorzubereiten, ist einzigartig und wird maximal genutzt. 

Durch die Analyse der entnommenen Blutprobe stellt man fest, ob solche Infektionen wie Toxoplasmosis, Cytamegalovirus, Röteln vorliegen und aktiv sind. Außerdem, führt man diese Untersuchungen durch, um solche Infektionskrankheiten wie Syphilis, HIV und Hepatitis auszuschließen. Im nachfolgenden Beitrag möchten wir Sie auf einige dieser Infektionen aufmerksam machen.

Übertragung von Krankheiten in der Schwangerschaft: HIV

Die serologische Situation der zukünftigen Mama zu kennen ist grundlegend. Heutzutage, müssen alle Schwangeren auf HIV getestet werden, so dass die entsprechenden Maßnahmen getroffen werden können, um das Risiko der Übertragung der Krankheit auf das Kind zu reduzieren. Die Infektion des Kindes ist sowohl während der Schwangerschaft, der Geburt als auch während der Stillzeit möglich, wobei der Prozentsatz der Ansteckung vor allem kurz vor oder während der Geburt und während der Stillzeit besonders hoch ist.

kontactieren sie uns

Ist die Schwangere HIV positiv, wird sie einer antiretroviralen Therapie unterzogen, um das Risiko der Ansteckung so niedrig wie möglich zu halten. Regelmäßige Arztbesuche sind unerlässlich im Laufe der gesamten Schwangerschaft. Das Kind wird anschließend durch geplanten Kaiserschnitt zur Welt gebracht, wodurch das Risiko der Ansteckung maximal reduziert wird (etwa 2%). Die Ansteckungsgefahr des Säuglings beim Stillen wird bei HIV-positiven Frauen wird auf zwischen 7 und 22% geschätzt. Aus diesem Grund, rät man ausdrücklich davon ab, das Kind selbst zu stillen.

Toxoplasmose

Bei der Toxoplasmose handelt es sich um eine Infektion, die durch einen protozooischen Parasit verursacht wird. Die häufigsten Formen der Ansteckung sind der Verzehr von rohem oder halb rohem Fleisch, infiziertes Obst oder durch den Kontakt mit Tieren, vor allen mit Jungtieren, die noch nicht desparasitiert wurden. Die Gefahr der Toxoplasmose in der Schwangerschaft hängt vor allem davon ab, zu welchem Zeitpunkt sich die Frau damit angesteckt hat. Die Infektion ist nur dann gefährlich, wenn sich die Frau in den letzten sechs Wochen vor der Schwangerschaft oder während der Schwangerschaft erstmals mit Toxoplasmose ansteckt (Erstinfektion). Hatte man zu einem früheren Zeitpunkt des Lebens  Kontakt mit dem Erreger, entwickelt der Körper der Frau Antikörper gegen Toxoplasmen und das Kind  ist in der Regel vor der Ansteckung geschützt.

Röteln

Ähnlich wie bei Toxoplasmose, ist eine Rötelninfektion vor allem gefährlich, wenn sich die Frau in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen damit ansteckt.  Die Übertragung dieser Infektion auf den Fetus in dieser Zeit kann schwerwiegende Folgen haben, z.B. sich negativ auf das Sehvermögen, das Gehör und das Herz des ungeborenen Babys auswirken. Der wirksamste Schutz gegen Röteln ist die Schutzimpfung. Unsere Patienten werden vor Anfang der Stimulation sowohl auf Toxoplasmose als auch auf Röteln getestet und im Falle des Vorliegens einer Infektion medikamentös behandelt. In diesem Fall wird die Reproduktionsbehandlung um die Zeit der Behandlung der Infektion nach hinten verschoben.

Masern

Die Mastern- Infektion ist am gefährlichsten etwa drei Tage bevor man die ersten Anzeichen davon sieht. Die Übertragung der Infektion erfolgt aerogen – also über die Luft – wobei die Viren beim Sprechen bzw. Husten freigesetzt werden. Obwohl Masern vor allem als Kinderkrankheit bekannt ist, kann sie ebenso Erwachsene betreffen, wobei die Ansteckung in den ersten Schwangerschaftswochen besonders gefährlich ist. Die Gefahr von Fehlbildungen ist zwar nicht so hoch wie beim Röteln-Virus, ist aber trotzdem gegeben. Hier heißt es auch – vorbeugen.

Windpocken

Windpockek (auch Varizellen genannt) kann für Schwangere gefährlich sein, aber nur, wenn man noch nie Windpocken gehabt hat. Allerdings haben beinahe 95% aller Frauen im fruchtbaren Alter die Infektion bereits hinter sich. Diejenigen Frauen, die die Infektion nicht hatten, sollten die Schwangerschaft zeitig planen und sich impfen lassen.

Hepatits- B-Virus (HBV)

Bei Hepatits- B-Virus handelt es sich um den häufigsten viralen Infektionserreger. Die Übertratung erfolgt über sexuellen kontakt und den Blutweg. Die Impfung gegen Hepatitis B wird ausdrücklich empfohlen, da diese Infektionskrankheit in 75% aller Fälle symptomlos verläuft. Ist die Schwangere infiziert, erfolgt die Übertragung meist im letzten Schwangerschaftsdrittel. Die größte Ansteckungsgefahr besteht aber während des -Geburtsvorgangs (etwa 70-95%), es sei denn, das Kind kommt per Kaiserschnitt zur Welt. Die Ansteckungswahrscheinlichkeit des Kindes über die Muttermilch liegt bei etwa 5%. Die Impfung der Mutter bzw. des Kindes kurz nach der Geburt reduziert die Gefahr deutlich.

Die Empfehlung lautet also, dass man die Schwangerschaft zeitig planen soll, um die grundlegenden Untersuchungen durchführen und entsprechende Maßnahmen treffen zu können.  Bei Behandlungen der assistierten Reproduktion tragen wir als Kinderwunschklinik Sorge dafür, dass unsere Patienten sich allen erforderlichen Untersuchungen unterziehen, um alle Gefahren sowohl für die Mutter als auch für das Kind auszuschließen.

Fruchtbarkeit und Chemotherapie

Was ist eine niedrige ovarielle Reserve?

Verschiedene Blutgruppen und Rhesusfaktoren bei Mama und Baby

About the author

ProcreaTec

At ProcreaTec, we understand the road toward a healthy pregnancy is not always easy. Through this blog, we want to reach out to all who are struggling on the path of infertility to find support. If you have any questions or would like to tell us about your situation, you can comment on the posts or send us an e-mail.
If you would like to learn more about our clinic, we invite you to visit our website en.procreatec.com
ProcreaTec: converting patients into parents.

Kategorien

Kontakt

Archive

Share This