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Stimulation zur Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut: was tun, wenn die Medikamente nicht wirken?

Stimulation Endometrium

Die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut ist bei Behandlungen der assistierten Reproduktion sehr wichtig, weil das Endometriumgewebe für die Implantation und die Entwicklung des Embryos grundlegend ist.

Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut bei der Eizellspende

Die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut der Empfängerin von Spendereizellen, also der Patientin, erfolgt durch die vaginale Verabreichung von Östrogenenen. Die Vorbereitung beginnt immer am zweiten oder dritten Tag des Menstruationszyklus. Nach etwa sieben bis zehn Tagen ist die Durchführung eines vaginalen Ultraschall erforderlich, um das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut zu überprüfen und die Dosis von Medikamenten, wenn erforderlich, anzupassen. Die Mindestanforderungen für einen Embryonentransfer ist die Dicke des Endometriums von mindestens 7 mm und das Vorliegen einer trilaminaren Struktur. Ist es nicht so, wird die Dosis der Medikamente entsprechend angepassen und der Ultraschall in einigen Tagen wiederholt.

Bevor man allerdings mit der Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut der Patientin anfängt, müssen bei Behandlungen mit Spendereizellen die Regelblutungen der Patientin und der Spenderin synchronisiert werden, um mit der Stimulation beider Frauen gleichzeitig anfangen zu können. Dies wird durch die Einnahme der Antibabypille erreicht. Anschließend stimuliert man die Spenderin, um so viele Eizellen wie möglich zu erhalten und die Patientin, um die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen und auf den Embryonentransfer vorzubereiten. Das Ziel dabei ist, dass die Gebärmutterschleimhaut fünf Tage nach der Punktion (also Eizellentnahme) optimale Dicke und Struktur aufweist, um die Implantation und die Entwicklung des Embryos zu unterstützen. Am fünften Tag nach der Punktion, also wenn sich die Embryonen im Blastozystenstadium befinden und ihr Implantationspotential am höchsten ist, werden einer bis zwei Embryonen in die Gebärmutter der Patientin transferiert.

Vorbereitung der Gebärmutterschleim bei Behandlungen IVF ICSI

Bei IVF ICSI Behandlungen mit eigenen Eizellen erfolgt die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut gleichzeitig mit der Stimulation der Eierstöcke. Durch die Verabreichung von Medikamenten wird nicht nur das Follikelwachstum angeregt, sondern auch das Wachstum des Endometriums, das sich auf diese Weise auf die Aufnahme des Embryos vorbereitet.

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden oben beschriebenen Behandlungen besteht darin, dass bei einer IVF ICSI Behandlung der Körper der Frau die erforderlichen Östrogene selbst erstellt, während bei Behandlungen mit Spendereizellen die Östrogene in den ersten drei Monaten durch Tabletten oder Pflaster verabreicht werden müssen.

Was passiert, wenn das Endometrium auf die Stimulation durch die Medikamente nicht reagiert?

Was passiert aber, wenn die Gebärmutterschleimhaut nicht wie erwartet auf die Medikamente  reagiert und gar nicht oder zu langsam wächst? Wie oben erwähnt, wird nach etwa 7 Tagen der Stimulation ein vaginaler Ultraschall durchgeführt, um die  Dicke der Gebärmutterschleimhaut zu messen und die Medikamentendosis anzupassen. Weist die Gebärmutterschleimhaut nicht nicht Mindestdicke von 7 mm, wird die Östrogendosis erhöhnt.

Nach ein paar Tagen der Einnahme der erhöhten Östrogendosis, führt man einen weiteren Ultrschall durch. In den meisten Fällen weist die Gebärmutterschleimhaut zu diesem Zeitpunkt die richtige Dicke und Struktur auf.

Manchmal kommt es aber auch vor, dass die Gebärmutterschleimhaut trotz der Erhöhung der Dosis trotzdem nicht wächst. In diesem Fall wird die Stimulation abgebrochen und der Eintritt der Regelblutung abgewartet, um erneut mit der Stimulation anfangen zu können. Da die Embryonen nicht länger als fünf bis sechs Tage im Labor überleben können, werden sich eingefroren. Sobald die Gebärmutterschleimhaut richtig aufgebaut ist, taut man einen und zwei beste Embryonen auf und führt den Embryonentransfer durch.

Muss der Embryonentransfer aufgrund der ungenügenden Reaktion der Gebärmutterschleimhaut auf die Medikamente gecancelt werden, kann der Arzt, je nach Vorgeschichte der Patientin, zusätzliche Tests und Untersuchungen anfordern, um auf den Grund einer solchen Reaktion zu kommen. Unter anderem, kann beispielsweise die Hysteroskopie – die Entnahme einer Biopsie des Endometriums- empfohlen werden, um zu schauen, um eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut vorliegt. Außerdem wird die Gebärmutterhöhle auf das Vorliegen von Polypen und Myomen und sonstigen Bildungen untersucht.  Je nach Befund, wird der persönliche Behandlugsplan der Patientin entsprechend angepasst und man fährt dementsprechend mit der Behandlung fort.

Bei ProcreaTec erstellen wir niemals Standardbehandlungspläne, es handelt sich immer um personalisierte, auf die persönlichen Umstände der Patienten zugeschnittene Behandlungspläne. Um dies zu gewährleisten, müssen sich die Patienten einer Reihe an Untersuchungen unterziehen, damit der Arzt ihren Fall genaustens studieren kann.  Sind Behandlungsprotokolle aus vorheringen Behandlungen vorhanden, bitten wir stets um ihre Zusendung.

Was tun, wenn das Endometrium zu schnell wächst?

Sobald die Dosis der Medikamente festgesetzt ist, kann sie nicht mehr reduziert werden. Wächst das Endometrium schneller als erwartet, wird der Ultraschall mehrmals wiederholt, dass die Endometriumschleimhaut sich nicht gelöst hat. Ist das der Fall, wird die Stimulation abgebrochen und zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt. Die Embryonen werden eingefroren, da sie nicht länger als sechs Tage im Labor überleben können.

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