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Mutterglück mit 45 Jahren?

Das Durchschnittsalter unserer Patienten steigt kontinuierlich, so das wir die folgende Frage oft zu hören bekommmen: „Ist es noch möglich in meinem Alter schwanger zu werden?“.

Die Antwort darauf lautet oft: „Ja, aber wahrscheinlich anderes, als Sie sich das vorgestellt haben.“ Die Reproduktionsmedizin in Spanien ist so fortgeschritten und die Gesetzgebung in dieser Hinsicht so liberal, dass Frauen bis zum Alter von 50 Jahren die Möglichkeit haben das Mutterglück zu erfahren bzw. wieder zu erleben. Allerdings, fällt es manchen sehr schwer zu akzeptieren, dass es ab einem bestimmten Alter mit eigenen Eizellen nicht mehr möglich ist.

 

Erfolgsraten für IVF mit eigenen Eizellen

 Wovon hängen Schwangerschaftserfolgraten ab? Zu den wichtigsten Faktoren gehören, unter anderem, das mütterliche Alter und der Qualität von Ei- und Samenzellen.

Bei der Behandlung mit eigenen Eizellen erreichen Frauen unter 35 Jahren die Schwangerschaftsraten zwischen 50% – 60 %, Frauen zwischen 35 und 40 Jahren etwa 40% -50% und Frauen zwischen 40 und 43 Jahren etwa 10%-15%.  Ab dem Alter von 43 Jahren ist es sehr schwierig mit eigenen Eizellen schwanger zu werden, die Schwangerschaftsrate liegt dann bei unter 10%.

Trotz dieser ernüchternden Zahlen, fällt es vielen Patientinnen sehr schwer die Hoffnung aufzugeben mit eigenen Eizellen Mutter zu werden. Dass eine sportliche und gesunde Frau über 43 Jahren nicht mehr Mutter werden kann, ist für Patienten oft unbegreiflich. Allerdings, obwohl man noch jung ist und sich in der besten Form des Lebens befindet, bleibt das Alter von Eizellen davon unberührt.

 

Ab welchem Alter empfiehlt man die Eizellspende

Die Eizellspende wird empfohlen bei Frauen, die nicht mehr mit eigenen Eizellen schwanger werden können. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber meistens liegt das am Alter. Die Frauen im Alter von 42-43 Jahren können es noch versuchen, mit eigenen Eizellen schwanger zu werden. Nach 43 Jahren klappt es bei sehr wenigen.

Generell fangen die Reproduktionsspezialisten an die Eizellspende zu empfehlen ab dem Patientenalter von 43 Jahren, obwohl es natürlich fallabhängig ist und auch im früheren Alter der Fall sein kann.

Anders als IVF Behandlungen mit eigenen Eizellen, ist die Behandlung mit Spendereizellen noch im Alter von 50 Jahren möglich. Im Gegensatz zu den Eizellen, altert die Gebärmutter viel langsamer, so dass die Frauen dieses Alters noch imstande dazu sind, eine Schwagerschaft auszutragen.

Erfolgsraten bei Eizellspende

Die Erfolgsraten einer IVF Behandlung mit Spendereizellen sind also altersunabhängig, denn was wichtig ist das Alter der Eizellen. Bei Behandlung mit Eizellspende und dem Transfer von einem Embryo (SET: Single Embryo Transfer) im Blastozystenstadium, liegt die Schwangerschaftsrate bei etwa 55%. Werden zwei Embryonen transferiert (DET: Double Embryo Transfer) liegt die Efolgsrate bei 65% bis 80%. Bei tranferieren von zwei Embryonen soll allerdings beachtet werden, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft dabei etwa 25% bis 30% beträgt. Eine Zwillingsschwangerschaft wird bei jeder Frau, besonders aber bei Frauen über 40 Jahren, als eine Risikoschwangerschaft betrachtet. Das heißt, dass das Risiko sowohl für die Frau, als auch für das Kind erhöht ist.

 

 Ovarielle Reserve ab 40 Jahren

Es ist möglich, dass man noch Eizellen produziert – und diese halten unseren Körper durch die Östrogenausschüttung jung – allerdings ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass aus diesen Eizellen noch ein gesundes Baby zur Welt entstehen kann.

Nichtsdestotrotz, wenn unsere Patienten noch einen IVF Zyklus mit eigenen Eizellen machen möchten, wird ihnen die fortschrittlichste Technologie  und  das beste menschliche Know-How zur Verfügung gestellt. Für Patienten dieser Altergruppe empfehlen wir ausdrücklich die Durchführung der Genetischen Präimplantationsdiagnostik, denn mit dem Alter reduziert sich nicht nur die Anzahl, sondern auch die Qualität von Eizellen. Bei Patientinnen über 40 Jahren sind die meisten Eizellen genetisch auffällig, was sich entweder im Ausbleiben der Schwangerschaft oder in der Geburt eines kranken Kindes ausdrücken kann.

 

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