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Müssen Eileiterzysten vor einer Schwangerschaft entfernt werden?

Eileiterzysten

Ein in der weiblichen Gesundheit häufig auftretendes Phänomen sind Eileiterzysten. Das Vorkommen dieser meist sehr kleinen und symptomfreien Hohlräume ist bei fruchtbaren Frauen nichts Ungewöhnliches. Es gibt mehrere Typen:

–    Funktionelle Zysten: Diese bilden sich im Zuge des monatlichen Eisprungs, und zwar aus zwei ganz gewöhnlichen Gründen: Entweder der Follikel, der sich öffnen muss, damit die Eizelle entweichen kann, öffnet sich nicht richtig (Follikelzysten), oder die bereits entwichene Eizelle schließt sich wieder (Gelbkörperzysten). Diese Art von Zysten verschwindet meist nach 6 bis 8 Wochen wieder und weist – außer gelegentlich auftretenden Verzögerungen  der Regelblutung –  keine hinweisenden Symptome auf.

–   Dermoidzysten: Diese Zysten werden von sich selbst entwickelbaren Zellen produziert und sind meist seit der Geburt vorhanden. Während der fruchtbaren Jahre wachsen sie dann. Es treten zwar normalerweise kaum Symptome auf. Wenn sie wachsen, können sie sich jedoch verdrehen und Schmerzen verursachen. Um ein unkontrolliertes Wachsen zu vermeiden und eine – wenn auch seltene, aber doch mögliche – Bösartigkeit dieser Zysten auszuschließen, sollten sie entfernt werden, sobald sie auftreten.

  Zystome: Diese Geschwulste bilden sich aus Zellen außerhalb des Eierstocks. Normalerweise sind sie gutartig, doch wie bei den Dermoidzysten müssen auch diese überwacht werden, da sie zu einer Ovarialtorsion führen und ab einer bestimmten Größe auch bösartig werden können.

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–   Endometriome: Diese Zysten entstehen in der Gebärmutterschleimhaut, wenn diese im Zuge einer Endometriose außerhalb der Gebärmutterhöhle wächst. Da sie hormonabhängig sind, tendieren sie dazu, während Menstruationszyklen und Hormonbehandlungen zu wachsen. Wenn sie einen Durchmesser von 3 cm überschreiten, müssen sie entfernt werden.

In der Regel sind diese Zysten gutartig, nur selten sind sie bösartig. Um Letzteres ausschließen zu können, müssen sie aber regelmäßig untersucht und eventuell chirurgisch entfernt werden. Nur so können damit zusammenhängende Komplikationen verhindert werden.

Wie bereits erwähnt stellen sie für die Frau, solange sie klein bleiben, keinerlei Problem dar und es treten auch keine Symptome auf. Wenn sie wachsen, kann dies jedoch zu Reaktionen in den Eileitern führen, die wiederum nicht unerhebliche Beschwerden und Schmerzen auslösen können.

Durch eine einfache Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter kann man die Zysten erkennen und durch eine Laparoskopie auch entfernen, falls dies aufgrund der Beschwerden nötig sein sollte.

In vielen Fällen ist ein solcher chirurgischer Eingriff jedoch nicht notwendig. Entweder die Zysten verschwinden mit der Zeit von selbst wieder, oder der Arzt behilft sich – insbesondere bei funktionellen Zysten – mit Verschreibung der Antibaby-Pille. Damit lassen sich zwar keine früheren Zysten entfernen, durch die Unterdrückung des Eisprungs entstehen aber zumindest keine neuen.

Inwieweit wirken sich Zysten auf die Fruchtbarkeit aus?

Das Vorkommen von Zysten kann sich aus verschiedenen Gründen auf die Fruchtbarkeit auswirken. Erstens aufgrund des Raumes, den sie innerhalb des Eierstocks einnehmen, verhindern sie doch so, dass sich die Follikel richtig entwickeln und lebensfähige Eizellen tragen können. Außerdem bewirkt eine aufgrund der Zystengröße entstandene Ovarialtorsion möglicherweise, dass in den Eierstock nicht genug Blut fließt und er daher zu funktionieren aufhört. Im Falle der Endometriome entsteht ein toxisches Ambiente im Eierstock, was eine sehr viel schlechtere Qualität der Eizellen von Patienten mit Endometriose bewirkt.

Bei den funktionellen Zysten kann sich eine dadurch entstandene hormonelle Störung auf Menstruation und Eisprung auswirken und, solange die Zysten vorhanden sind, die Fruchtbarkeit in Mitleidenschaft ziehen. Dies ist jedoch zeitlich begrenzt und bereitet keine Probleme auf lange Sicht.

Verhindern Zysten eine Schwangerschaft?

Das Vorkommen von Zysten verhindert die Schwangerschaft im Prinzip nicht, kann sich aber – wie oben beschrieben – auf die Fruchtbarkeit auswirken.

Wenn funktionelle Zysten für den Zyklus nicht zuträgliche Hormone produzieren, können diese den Eisprung und, solange die Zysten vorhanden sind, auch eine spontane Schwangerschaft verhindern.

In Kinderwunschkliniken wie ProcreaTec werden die Fälle der Patienten eingehend untersucht. So können schnell mögliche Krankheiten ausgeschlossen und individuell zugeschnittene Behandlungen angeboten werden, um diese Zysten, die gelegentlich die ersehnte Schwangerschaft verhindern, zu vermindern oder gegebenenfalls zu entfernen.

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ProcreaTec

At ProcreaTec, we understand the road toward a healthy pregnancy is not always easy. Through this blog, we want to reach out to all who are struggling on the path of infertility to find support. If you have any questions or would like to tell us about your situation, you can comment on the posts or send us an e-mail.
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