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Gentransfer auch bei gespendeten Eizellen möglich

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Gentransfer auch bei gespendeten Eizellen möglich

Die Genetik und die Epigenetik bei der Eizellspende: inwiefern ist das aus einer Spendereizelle geborenes Kind meins?

Die Entscheidung zu gespendeten Eizellen zu greifen, ist für die meisten Patienten unheimlich schwierig. Obwohl man generell sagen kann, dass man ab dem Alter von 44 Jahren zur Eizellspende greifen sollte, wenn man ein Kind haben will, unterziehen sich Frauen auch in diesem Alter noch zahlreichen Stimulationen, in der Hoffnung, noch mit eigenen Eizellen schwanger zu werden. Da die Eizellqualität ab dem Alter von 35 Jahren abzunehmen beginnt, sind die Chancen im Alter von über 40 Jahren mit eigenen Eizellen schwanger sehr gering.

Die jungen Frauen, die als Spenderinnen in Frage kommen, werden zahlreichen Untersuchungen unterzogen, wobei sowohl ihre physische als auch ihre psychische Gesundheit überprüft wird. Mit der Durchführung genetischer Tests schließt man außerdem verbreitete genetische Krankheiten aus. Die Gewissheit, dass es sich bei der Spenderin um eine junge und gesunde Frau geht, beseitigt aber nicht alle Zweifel der Patienten.

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Inwiefern wird es mein Kind sein“, – fragen viele.

Heute wollen wir versuchen, eine Antwort auf diese Frage zu geben.

Was ist die Epigenetik?

Wir alle wissen von der grundlegender Bedeutung von DNA im menschlichen Leben. Obwohl die meisten von uns keine Kenntnisse auf diesem Gebiet haben, wissen wir, dass die Genetik unser Leben bestimmt.

Was die Epigenetik angeht, wissen wir allerdings noch weniger. Um die Rolle der Epigenetik kurz zusammenzufassen, möchten wir an der Stelle die Aussage des englischen Biologen Peter Medawar anführen: „Genetics proposes, epigenetics disposes“, was so viel heißt wie: die Genetik gibt den Rahmen vor und die Epigenetik entscheidet.

Genetik vs. Epigenetik

Die Epigenetik ist im Vergleich zu ihrer „großen Schwester“ ein relativer neuer Forschungsbereich. Es handelt sich um einen Bereich der Biologie, der Veränderungen untersucht, die sich in der Funktionsweise der DNA produzieren. Mit anderen Worten, ist die Epigenetik eine Disziplin, die sich mit den Gründen auseinandersetzt, warum sich bestimmte Gene aktivieren und andere nicht.

Alle Zellen unseres Körpers enthalten dasselbe genetische Material, das zur richtigen Entwicklung und Funktionsfähigkeit unseres Körpers beiträgt. Das menschliche Genom (a.g. Erbgut), also die Gesamtheit der vererbbaren Informationen, enthält etwa 20.000 Gene und jede Zelle des Organismus enthält die gleiche Genkombination, also die gleiche Information. Nur ein Teil dieser 20.000 Gene ist aktiv, während der Rest so lange inaktiv bleibt, bis externe Faktoren wie das Rauchen oder die Ernährung darauf Einfluss nehmen und sie aktivieren, so dass diese Gene sich auf eine bestimmte Art und Weise in unserem Körper manifistieren.

Die Epigenetik ist also ein Fachbereich der Biologie, dass Änderungen in der Funktionsfähigkeit eines Gens unter Einfluss externer Faktoren wie Ernähung, Sport, Stress etc. untersucht, ohne das sich dadurch Änderungen in der Genstruktur produzieren.

Die Epigenetik bei der Eizellspende

Das Thema der Epigenetik ist unheimlich wichtig bei Behandlungen der assistierten Reproduktion mit gespendeten Eizellen. In Betracht dessen, was wir über die Epigenetik wissen, können wir schlussfolgern, dass das genetische Material der Spenderin von der Frau beeinflusst wird, die das Kind austrägt: die Ernährung während der Schwangerschaft, Lieblingsmusik, allgemeine Lebensumstände, Sport, etc., das alles wird Einfluss darauf nehmen, welche Gene sich aktivieren und in welcher Weise sie sich im Körper manifistieren.

Ein Arzt unserer Klinik sagte einmal Folgendes dazu: “ Eine gespendete Eizelle ist nur eine Zelle, obwohl natürlich eine sehr wichtige, aber nur ein Bruchteil dessen, was für die Entwicklung eines Kindes erforderlich ist. Das in der Eizelle enthaltene genetische Material ist nur eine Skizze, ein Plan des zukünftigen Projektes. Damit sich aus dieser Zelle ein Kind entwickelt, wird viel mehr erforderlich sein und das wird das Kind aus dem Körper seiner Mutter beziehen.

Gentransfer auch bei gespendeten Eizellen möglich?

Der britische Forscher David Baker hatte bereits 1990 in einer Studie gezeigt, dass zum besseren Verständnis der Genetik es unheimlich wichtig ist zu begreifen, was in der Gebärmutter der Frau während der Schwangerschaft passiert.

In der renommierten englischen Zeitschrift Development wurde eine Studie veröffentlicht, die von der valenzianischen Stiftung für Fruchtbarkeit durchgeführt wurde. Diese kommt zu dem Schluss, dass die austragende Mutter die Genetik des Babys auch dann verändern kann, wenn die Eizelle des Embryos nicht von ihr selbst stammt.

Bisher wurden alle Annnahmen bezüglich eines möglichen genetischen Austausches zwischen der Frau und dem Embryo, der aus einer Spendereizelle entstanden ist, zurückgewiesen. Heutzutage findet man aber immer mehr Beweise dafür. Die oben genannte Studie versicherte beispielsweise, dass eine Verbindung zwischen austragender Mutter und dem Embryo besteht und dies zu Veränderungen im Genom des zukünftigen Babys führen kann. Es handelt sich nicht um die Übetragung der Gene, sondern vielmehr um die Beeinflussung seitens der Frau, ob und in welcher Weise bestimmte Gene im späteren Leben des Kindes zum Ausdruck kommen.

In der Studie wurde dazu das folgende Beispiel angeführt: wenn das Baby aufgrund der genetischen Information der Spenderin zu grünen Augen neigt, wird diese Wahrscheinlichkeit, je nach Genom der Frau, verstärkt oder vermindert.

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