Männlicher Faktor

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die männliche Fruchtbarkeit?

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die männliche Fruchtbarkeit?

Eine ausgewogene Ernährung hat Auswirkungen auf die männliche Fruchtbarkeit. Ernährt sich ein Mann folglich so gesund und ausgewogen wie möglich, erhöht und stärkt er damit seine Fruchtbarkeit. Diese ist bei Männern, die fett- und zuckerarme Lebensmittel zu sich nehmen, von besserer Qualität.

Jahrelang hat eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien gezeigt, welch wichtige Rolle die Ernährung in der männlichen Fruchtbarkeit spielt. So hat diese nicht nur Auswirkungen auf die Qualität des Spermas, sondern auch auf die produzierte Spermamenge.

Es gibt verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, die sich positiv auf den Organismus auswirken und die männliche Fruchtbarkeit steigern. Im Falle der Vitamine sind die wichtigsten und bemerkenswertesten die Vitamine A, C und E, während bei den Mineralstoffen besonders Zink und Selen hervorstechen.

Besonders zu erwähnen sind hierbei – aufgrund ihrer Fülle an für die Fruchtbarkeit entscheidenden Fettsäuren – Obst und Gemüse, magere und fette Fischsorten, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen wie Kürbiskerne, Mandeln und Walnüsse sowie weißes Fleisch.

Welche Nahrungsmittel verbessern die männliche Fruchtbarkeit?

  • Vitamin A schützt die Zellen des männlichen Fortpflanzungsapparates, indem es vorzeitiger Alterung vorbeugt. Des Weiteren ist es an der Produktion der das Progesteron bildenden Steroiden beteiligt. Zu finden ist es in Leber, Karotten, Margarine, Pasteten, Butter, fetten Käsesorten, Eiern, Süßkartoffeln, Spinat, Sahne, Kresse, Schwertfisch, Mangos.
  • Vitamin C verhindert, dass an den Spermatozoiden Defekte auftreten, und stimuliert gleichzeitig deren Beweglichkeit. In seiner Eigenschaft als Antioxidans reduziert es ferner die negativen Auswirkungen der freien Radikale. Zu finden ist es in Acerolakirschen, Guaven, schwarzen Johannisbeeren, roter Paprika, Petersilie, Kiwis, Brokkoli, Johannisbeeren, Rosenkohl, Kakis, Papayas, Erdbeeren, Orangen, Zitronen, Melonen, Blumenkohl, Grapefruit, Himbeeren, Mandarinen, Spinat.
  • Vitamin D verbessert – zusammen mit Calcium eingenommen – die Fruchtbarkeit erheblich. Zu finden ist es in Kabeljau-Öl, Fisch, Hering, Lachs, Kondensmilch, Eiern, Butter, Leber, Cheddarkäse, Vollmilch.
  • Vitamin E, ein Vitamin mit antioxidativen Eigenschaften, das die Bewegungsfähigkeit der Spermatozoiden verbessert. Zu finden ist es in Weizenkeim- oder Sonnenblumenöl, Oliven, Mandeln, Huhn, Eiern, Käse, Truthahn, Lamm, Schweinefleisch, Rindfleisch, Milch, Kiwis, Mangos.

Die Spezialisten für Reproduktionsmedizin des internationalen Kinderwunschzentrums ProcreaTec empfehlen, dass der Mann, solange er nicht weiß, ob er sie auch wirklich braucht, keine Vitaminpräparate zu sich nehmen sollte, kann doch ein Vitaminexzess für die männliche Fruchtbarkeit sogar kontraproduktiv sein.

So kann z. B. eine Vitamin-C-Überschuss dazu führen, dass das Sperma dekondensiert wird. Ein Selen-Überschuss reduziert seinerseits die Beweglichkeit der Spermatozoiden.

Eine vollständige und ausgewogene Ernährung versorgt den Organismus mit allen Nährstoffen, die wir brauchen. Folglich sollte man nur dann, wenn ein Fruchtbarkeitsspezialist dieses verschreibt, ein Vitaminpräparat einnehmen.

Mehr Vitamin C für eine bessere Spermienqualität

Laut einem kürzlich von der Amerikanischen Gesellschaft für Andrologie veröffentlichten Artikel verschlechtern sich Qualität und Motilität (Beweglichkeit) der Spermien mit zunehmendem Alter. Dies hat nach dem klinischen Leitfaden der Europäischen Gesellschaft für Urologie über männliche Fruchtbarkeit jedoch nicht nur negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit, sondern kann auch andere Symptome – wie erektile Dysfunktion, Schmerzen in den Hoden, Veränderungen der Stimme, Infektionen der Fortpflanzungsorgane oder Abnahme der Muskelmasse – mit sich bringen.

Der Alterungsprozess als solcher lässt sich natürlich nicht aufhalten – zumindest noch nicht, besagte amerikanische Studie zeigt jedoch, dass sich die männliche Zellalterung beträchtlich verlangsamen lässt – und zwar ganz einfach durch die Einnahme von Vitamin C.

Vitamin C fördert Wachstum und Reparatur von Gewebe und hat zudem stark antioxidative Eigenschaften.

Eine in Texas (USA) durchgeführte Studie hat mehrere Tage lang männlichen Probanden zwischen 18 und 45 Jahren 1000 mg Vitamin C verabreicht. Nach 60 Tagen stieg die Beweglichkeit der Spermien und die anomalen Keimzellen wurden reduziert. Diese Ergebnisse werden von einer in der Zeitschrift PNAS (Proceeding of the National Academy of Sciences) veröffentlichten Studie bestätigt.

In welchen Lebensmitteln ist Vitamin C enthalten?

Um mehr Vitamin C zu sich zu nehmen, sollte man Ananas, Orangen, Papaya und Waldbeeren zu sich nehmen.

Wenn der Mann zudem Konserven, Getreide oder Fisch und Meeresfrüchte mit einem hohen Metallanteil konsumiert, sollte er die Menge an Vitamin-C-reichen Lebensmitteln zusätzlich erhöhen.

Andere Lebensmittel, die sich günstig auf die Spermienqualität auswirken, da sie deren Morphologie und Beweglichkeit fördern, ist nach einer weiteren Studie der Harvard-Schule für Öffentliche Gesundheit (USA) aufgrund seines hohen Lycopingehaltes rotes Obst und Gemüse wie die Paprika oder die Tomate.

Außerdem sollte man die Vitamin-E-Zufuhr erhöhen, da dieses Vitamin ebenfalls eine antioxidative Wirkung hat. Man findet es in Lebensmitteln wie Knoblauch oder Brokkoli.

Unabhängig von besagten Studien kann man sagen, dass eine gesunde Ernährung mit ausreichender Zufuhr von Vitamin C und E die Spermienqualität verbessern können oder zumindest die Lebensqualität erhöhen.

Antioxidantien können die Spermienqualität unfruchtbarer Männer verbessern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass 10 % der auf unserem Planeten lebenden Paare unfruchtbar sind. Die Verantwortung dafür liegt in 40 % der Fälle beim Mann.

Weltweite Studien zeigen, dass die Spermaqualität der männlichen Bevölkerung – aufgrund von Umweltverschmutzungen und Veränderungen im Lebensstil – abnimmt.

Eine erst kürzlich von Carlos Poveda und Carlos Moreno – zwei Gynäkologen und Spezialisten in Sachen Fruchtbarkeit und künstliche Befruchtung aus Panama – durchführte Studie, in der an 60 unfruchtbaren Männern Antioxidantien angewendet wurden, hat gezeigt, dass bestimmte Nahrungsergänzungsmittel durchaus die Qualität des Spermas verbessern und somit eine Schwangerschaft möglich machen können.

Für eine gute männliche Fruchtbarkeit müssen im Sperma drei Bedingungen erfüllt sein: eine genügende Anzahl an Spermatozoiden, eine ausreichende Beweglichkeit derselben sowie, dass diese normal geformt sind. Nur so kann eines von ihnen die Eizelle befruchten.

Mit der Studie liegt nun eine wissenschaftliche Referenz vor, die erwiesen hat, dass man mit Nahrungsergänzungsmitteln die Spermaqualität soweit verbessern kann, dass man mit geplantem Geschlechtsverkehr oder Insemination eine Empfängnis versuchen und somit auf kompliziertere Methoden der künstlichen Befruchtung verzichten kann.

Bei der 3-monatigen Studie handelte es sich um eine sogenannte Doppelblind-Placebokontrolle, d. h. weder Patienten noch Forscher wussten, welche Inhaltsstoffe eingenommen wurden.

Folgende Nahrungsergänzungsmittel wurden untersucht: L-Carnitin (Amin oder chemische Verbindung), Spermotrend (Nahrungsergänzungsmittel), Placebo (Tabletten, die keinen Wirkstoff enthalten) und Maca (eine Pflanze mit medizinischen Eigenschaften).

Einige Schlüssen der Studie sind:

– Das L-Carnitin war hinsichtlich der Verbesserung der Spermienkonzentration ab dem ersten Monat der Einnahme effektiv.

– Spermotrend und Maca zeigten hinsichtlich der Verbesserung der Beweglichkeit der Spermien ab acht Wochen Wirkung.

– Kein Ergänzungsmittel verbesserte den Prozentsatz der normalen Spermatozoiden oder das Samenvolumen.

– Die Qualität der Samen kann durch Medikamente verbessert werden.

– Eine gesunde Ernährung, die Obst und Gemüse einschließt, sowie ein angemessenes Gewicht wirken sich positiv auf die männliche Fruchtbarkeit aus.

Der Einfluss von Tabak auf die Fruchtbarkeit

Wenn den Ärztinnen von ProcreaTec die Frage gestellt wird, inwieweit der Tabak die Fruchtbarkeit beeinflusst, raten alle uneingeschränkt dazu, mit dem Rauchen aufzuhören.

Laut der American Lung Association enthält eine Zigarette um die 600 Inhaltsstoffe und setzt beim Verbrennen ca. 4.000 chemische Substanzen frei, von denen mindestens 50 Krebs verursachen. Eine alarmierende Realität ist, dass Raucher früher als Nichtraucher sterben: 13,2 Jahre früher bei Männern und 14,5 Jahre bei Frauen.

Der Tabak verursacht hierbei gesundheitliche Probleme nicht nur bei den aktiven Rauchern, sondern auch bei den passiven. Deren Gesundheit wird, wenn sie den Zigarettenrauch einatmen, fast genauso stark beeinträchtigt wie die der Raucher.

Ebenfalls wissenschaftlich nachgewiesen ist die Tatsache, dass Raucher eher Probleme mit der Fruchtbarkeit haben als Nichtraucher. Der Tabak schädigt die Fortpflanzungsorgane von Frauen und Männern. Versucht ein Paar folglich, – sei es auf natürlichem Weg oder durch künstliche Befruchtungsmethoden – schwanger zu werden, und einer der beiden oder beide sind Raucher, müssen sie unbedingt mit dem Rauchen aufhören, beeinträchtigt dieses doch die Empfängnis und schädigt dem Neugeborenen.

Hinsichtlich der weiblichen Fruchtbarkeit ist bei Raucherinnen ein höherer Prozentsatz an Schwangerschaftsabbrüchen, ektopischen Schwangerschaften und Frühgeburten zu beobachten.

Bei der männlichen Fruchtbarkeit bewirkt der Tabak, dass Anzahl und Beweglichkeit der Spermien abnehmen, außerdem wird der männliche Hormonhaushalt beeinträchtigt.

 

Eine ausgewogene Ernährung hat Auswirkungen auf die männliche Fruchtbarkeit.

Wie höre ich mit dem Rauchen auf?

Der Tabak ist gesundheitsschädlich, aber wie hört man mit dem Rauchen auf? Rauchen macht nicht nur körperlich abhängig, ist aber auch eine psychologische Gewohnheit. Das in der Zigarette vorhandene Nikotin erzeugt ein Wohlgefühl. Ein Raucher greift daher oft in Stress-Situationen, wenn er Angst verspürt, oder einfach aus Langeweile zur Zigarette. Zudem handelt es sich in vielen Situationen um eine Art Ritual oder soziales Verhalten. Man raucht beim Kaffee, nach dem Essen, wenn man Gläschen trinken geht … Möchte man mit dem Rauchen aufhören, muss man folglich nicht nur die körperliche Abhängigkeit überwinden, sondern vor allem auch die tägliche Routine ändern.

Mit dem Rauchen aufzuhören, bedeutet eine echte Herausforderung, welche die Raucher konsequent und mit Willenskraft verfolgen müssen, bis sie mit der Gewohnheit gebrochen haben. Hierzu ist es wichtig, dass sie sich bewusst werden, dass die Gesundheit das wertvollste Gut ist, das wir besitzen und von dem unsere Lebensqualität abhängt.

Heutzutage gibt es mehrere Methoden, die dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören, wie Akupunktur, psychologische Unterstützung, Nikotinpflaster oder -kaugummis, Sport und Entspannungstechniken.

Wir von der internationalen Kinderwunschklinik ProcreaTec möchten alle dazu aufmuntern und dabei unterstützen, mit dem Rauchen aufzuhören und so aktiv wie möglich in ihrem Leben zu sein, um ein Leben ohne Tabak führen zu können und nicht mehr nikotinabhängig zu sein.

Lesen Sie auch:

http://drkatharinaspieskinderwunsch-expertin.com/fragen-zur-mannlichen-fertilitat/wie-beeinflusst-das-uebergewicht-die-samenqualitaet/

https://www.familienplanung.de/kinderwunsch/fruchtbarkeitsstoerungen/stoerungen-beim-mann/

https://blog.procreatec.de/beeinflusst-das-alter-die-fruchtbarkeit-des-mannes/

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At ProcreaTec, we understand the road toward a healthy pregnancy is not always easy. Through this blog, we want to reach out to all who are struggling on the path of infertility to find support. If you have any questions or would like to tell us about your situation, you can comment on the posts or send us an e-mail.
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