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Die Rolle der Genetik bei der Eizellspende

Genetik und Eizellspende

Welche Rolle spielt die Genetik bei der Eizellspende?

Die größte Sorge der Patienten, die zur Eizellspende greifen, ist, dass das Kind ihnen nicht ähnlich sieht.  Darin besteht der Unterschied zu natürlichen Schwangerschaften: Frauen, die auf natürliche Weise schwanger werden, wünschen sich vor allem, dass  ihr Kind gesund ist. Ob es dann eher der Mama oder dem Papa oder auch den Ururgroßeltern ähnlich sieht, ist den Eltern meistens egal. Anders ist es, wenn man mit eigenen Eizellen nicht schwanger werden kann und zur Eizellspende oder auch zur Samenspende greifen muss. In diesen Fällen ist der physische Aspekt unheimlich wichtig.

Die Eizellspende gehört in unserer Klinik zu den beliebtesten Behandlungstechniken. Täglich erhalten wir Anfragen von Frauen, die ihre fruchtbarsten Jahre bereits hinter sich gelassen haben und für die die Eizellspende die einzige Chance darstellt, Mutter zu werden. Generell empfiehlt man die Eizellspende ab dem 44. Lebensjahr, allerdings sind die Chancen einer Schwangerschaft mit eigenen Eizellen bereits ab dem 40. Lebensjahr sehr gering.

Eizellspende und DNA: Und wenn das Kind nicht so aussieht wie ich?

Da alle Spender und Spenderinnen zahlreichen Untersuchungen und Tests unterzogen werden, tritt der gesundheitliche Aspekt eher in den Hintergrund. Umso mehr konzentriert man sich auf das Aussehen der Spenderin, vor allem, weil die Patienten keine Fotos der Spenderin zu sehen bekommen. Das liegt an der spanischen Gesetzeslage bezüglich der Reproduktionsmedizin: sowohl die Identität des Spenders als auch des Empfängers  wird geschützt und die Kinderwunschkliniken in Spanien können keine persönliche Daten herausgeben und auch keine Fotos übermitteln. Während die Anonymität der Spenderin für manche Patienten der entscheidende Faktor ist, um sich für eine Behandlung in Spanien zu entscheiden, schrecken andere Patienten zurück: und wenn das Kind mir nicht ähnlich sieht? In dieser Angelegenheit ist das Vertrauen in den Arzt unheimlich wichtig, denn das ist die Person, die das letzte Wort bei der Auswahl der Spenderin hat.

In Wirklichkeit ist die Ähnlichkeit zwischen dem aus einer Spendereizelle geborenen Kind und der Patientin überraschend. Unter anderem kann das daran liegen, dass in den neun Monaten der Schwangerschaft ein Blutaustausch stattfindet: der Fetus ist über eine Nabelschnur an seine Mutter gebunden und nimmt alles von ihr, was er für seine Entwicklung braucht. Somit stellt die DNA der Spenderin eine Skizze des zukünftigen Babys dar, allerdings ist sehr viel mehr erforderlich, damit sich ein Embryo zu einem Baby entwickelt. Und das bekommt das Baby von seiner Mutter.

Eizellenspende bleibt ein Tabu

Die Eizellspende ist in Deutschland gesetzlich verboten. Das erklärt eine hohe Anzahl an deutschsprachigen Patienten, die in unserer Klinik behandelt werden.  Die meisten unserer Patienten halten aber ihre Behandlung in der Klinik geheim, besonders wenn es sich dabei um die Eizellspende handelt. Nicht nur weil es sich dabei um eine in Deutschland verbotene Behandlungsmethode handelt, sondern auch weil man nicht akzeptieren möchte, dass das Kind, das man so sehr liebt, genetisch nicht von dir stammt. Das erklärt auch die Sorge um das Aussehen des Kindes.

Die Bedeutung der Genetik und der Epigenetik der Eizellspende

Wir alle sind uns der grundlegenden Bedeutung der Genetik in unserem Leben bewusst. Allerdings wissen die meisten wenig, was die Epigenetik angeht. Und dabei ist es genau dieses  Fachgebiet, das bei der Eizellspende die entscheidende Rolle spielt. Die beste Definition der Epigenetik stammt vom englischen Biologen Peter Medawar: „Genetics proposes, epigenetics disposes”. Die Genetik gibt dem Kind bestimmte Gene mit, die Epigenetik entscheidet aber, ob und in welchem Umfang diese Gene aktiviert werden. Das heißt, dass alles, was das Kind von der Mutter während der Schwangerschaft bekommt, die Umgebung, in der es aufwächst und sein Lebensstil als Erwachsener die Aktivität der Gene beeinflusst.

Fenomatch: um maximale Ähnlichkeit zu gewährleisten

Bei ProcreaTec tun wir alles dafür, um die maximale Ähnlichkeit zwischen den Spendern und den Patienten zu gewährleisten. Aus diesem Grund setzen wir dafür nicht nur menschliche, sondern auch alle verfügbaren technischen Ressourcen ein.

Die Software Fenomatch analysiert die grundlegenden Gesichtszüge der Patienten und erstellt eine Matrix, die anschließend mit den Daten aller verfügbaren Spender in unserer Datenbank abgeglichen wird. Diese Software dient allerdings nur als technische Hilfestellung für unsere Spender- Abteilung. Die endgültige Entscheidung wird vom Fachpersonal der Klinik getroffen.

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