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Der Einsatz von Verhütungsmittel in der Reproduktionsmedizin

Der Einsatz von Verhütungsmittel in der Reproduktionsmedizin

Obwohl es wiedersprüchlich erscheinen mag, sind Verhütungsmittel und die Schwangerschaft keine gegensätzlichen Begriffe, wenn es um die assistierte Reproduktion geht. Im folgenden Artikel sprechen wir darüber, welche Rolle die Verhütungsmittel bei Behandlungen der Reproduktionsmedizin spielen und wann und warum man diese einnimmt.

In diesem Artikel finden Sie folgende Informationen:

  • Verhütungsmittel bei Eizellspende
  • Eine Behandlung mit eingefrorenen Spendereizellen?
  • Embryoadoption, Verhütung und Schwangerschaft

Die wichtigste Funktion der Verhütungsmittel bei Behandungen der assistierten Reproduktion besteht vor allem darin, die Aktivität der Eierstöcke der Patientin zu stoppen. Auf diese Weise findet kein Eisprung statt und man bringt den Menstruationszyklus der Patientin unter Kontrolle, was zu einer besseren Planung der Behandlung beiträgt.

Bei einer In-Vitro-Behandlungen werde die Eierstöcke durch die Verabreichung von Hormonene stimuliert, um eine möglichst hohe Anzahl an Eizellen zu erhalten. In diesen Fällen sieht man den Einsatz der Pille generell nicht vor, da man die Aktivität der Eierstöcke nicht bremsen möchte. Allerdings, ist die Einnahme der Pille manchmal erforderlich, vor allem, weil die Behandlung auf die zeitlichen Anforderungen der Patienten zugeschnitten werden muss.

Eine Behandlung der assistierten Reproduktion, die sich ausschließlich nach den natürlichen Menstruationszyklus der Patientin richtet, ist nur möglich, wenn die Patienten zeitlich flexiber sind. Will man aber den genauen Zeitpunkt der einzelnen Behandlungschritte genau wissen, ist die Einnahme der Pille unerlässlich. Auf diese Weise kann sowohl der Anfang als auch das Ende der Behandlung ziemlich genau – Abweichungen wenigen Tagen zulässig – festgelegt werden.

Verhütungsmittel bei Eizellspende

Bei Behandlungen mit Spendereizellen ist die Einnahme der Pille unerlässlich, da an der Behandlung nicht nur die Patienten, sondern auch die Spenderin beteiligt ist und die Behandlung entsprechend mehr Koordination und Planung erfordert. Bei Behandlungen mit Spendereizellen, müssen die Menstruationszyklen der Patientin und der Spenderin synchronisiert werden, da man mit der Stimulation beider Frauen gleichzeitig anfangen muss.

Durch die Verabreichung der Pille macht man möglich, dass die Patientin und die Spenderin ihre Perioden ungefähr zu gleichen Zeit bekommen, so dass man mit ihrer Stimulation gleichzeitig anfangen kann. Bei der Stimulation der Spenderin geht es darum, die Anreifung so vieler Eizellen wie möglich anzuregen und die Patientin wird stimuliert, um ihre Gebärmutterschleimhat aufzubauen und entsprechend auf den Embryonentransfer vorzubereiten.

Dank der Pille, kann die Patientin den Zeitraum bestimmen,  wann sie sich der Behandlung am besten unterziehen möchte, so dass es mit ihren beruflichen und persönlichen Verpflichtungen unter einen Hut gebracht werden kann.

Eine Behandlung mit eingefrorenen Spendereizellen?

Heutzutage bieten viele Kliniken die Option eingefrorene Spendereinzellen zu verwenden. Dabei handelt es sich um Eizellen, die bei der Stimulierung einer Spenderin gewonnen wurden, ohne das die Spenderin zu jenem Zeitpunkt einer bestimmten Patientin zugeteilt war.

Verwendet man bei der Behandlung eingefrorenene Eizellen, ist die Behandlung besser planbar, so dass die Patientin selbst entscheiden kann, ob sie die Verhütungspille einnehmen möchte oder nicht.  Die Einnahme der Pille bei dieser Behandlungsart ist dann zu empfehlen, wenn der Menstruationszyklus der Patientin unregelmäßig ist und der Tag der Stimulationsbeginns und somit auch der Tag des Embryonentransfers nicht vorausgesagt werden kann. Nichtsdestotrotz, erfordert diese Behandlunsart – also die Verwendung von bereits vorhandenen Eizellen – weniger Koordinationsaufwand als eine Behandlung mit frischen Eizellen, was für die Patientin in dem Sinne von Vorteil ist, da sie die Behandlung und die Klinikbesuche besser mit ihren persönlichen und beruflichen Verpflichtung vereinbaren kann. Sobald das Endometrium der Patientin entsprechend aufgebaut ist, werden die Eizellen aufgetaut und mit dem aufbereiteten Spender- oder Partnersamen befruchtet. Im Anschluss, drei bis fünf Tage später, findet der Embryonentransfer statt.

Die Entscheidung über die Einnahme der Pille hängt also davon ab, ob die Patienten zeitlich eher unflexibel sind, und den Zeitpunkt des Anfangs der Stimulation und des Embryonentransfers möglichst genau wissen wolllen.

Embryoadoption, Verhütung und Schwangerschaft

Eine Behandluhng mit Embryoadoption funktioniert ähnlich wie der Empfang von kryokonservierten Eizellen. Der einzige Aspekt was für die Behandlungsplanung ausschlaggebend ist, ist der Menstruationszyklus der Patientin.  Da die Embryonen zu einem früheren Zeitpunkt geschaffen wurden und die Patientin die komplette Stimulationsphase zu Hause durchgeführen kann, wobei eine bis zwei Ultraschalle und Blutentnahmen nötig sind, und nur zum Embryonentranfer in die Klinik kommen muss.

Die Behandlungspläne bei ProcreaTec werden von Anfang an auf einen von den Patienten gewünschten Zeitraum angepasst. Die Verabreichung der Pille ist von Fall zu Fall unterschiedlich und wird vor allem aus dem Grund eingesetzt, um den Weg zur Schwangerschaft für die Patienten zu erleichtern.

Wenn Sie Fragen und Zweifel zu der Organisation der Behandlung und dem Behandlungsprotokoll haben, zweifeln Sie nicht sich mit uns in Kontakt zu setzen und eine kostenlose Beratung anzufordern.

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