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Embryonentranasfer im Blastozystenstadium

Blastozystentransfer

Unseren heutigen Beitrag möchten wir dem Embryonentransfer im Blastozystenstadium widmen. Was das genau ist und warum wir glauben, dass das Warten sich am Ende auszahlt.

Das Blastozystenstadium ist ein fortgeschrittenes Entwicklungsstadium eines Embryos und es wird am fünften oder sechsten Tag nach der Follikelpunktion erreicht. In diesem Entwicklungsstadium erkennt man bereits die äußere Zellschicht (Trophoblasto) und die innere Zellmasse, die sich später zur Plazenta und dem Baby entwickeln.

Die allgemeine Erfolgsrate dieser Technik liegt bei 56% bei Befruchtungen in Vitro und 99% bei Behandlungen mit gespendeten Eizellen.

In einer natürlichen Schwangerschaft findet die Eizellbefruchtung in den Eileitern statt und der Embryo bewegt sich dann langsam zum Uterus, wo er am fünften Tag nach der Befruchtung ankommt und sich am sechsten Tag in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Der Grund, warum wir ausdrücklich den Embryonentransfer im Blastozystenstadium empfehlen, ist, weil sich die Behandlung auf diese Weise dem natürlichen Zyklus der Patientin anpasst und dadurch die maximale Ähnlichkeit mit einer natürlichen Schwangerschaft erreicht wird.

Die Befruchtung der Eizellen im Labor und dessen Entwicklung bis zum Blastozystenstadium hat den Vorteil, dass man für den Transfer die besten Embryonen auswählen kann, von hoher Qualität und großem Implantationspotential.

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Allerdings, wenn man sich dazu entscheidet, bis zum Blastozystenstadium zu gehen (die Embryonen also zwei Tage länger im Inkubator zu lassen), muss man gefasst darauf sein, dass sich die Embryonenanzahl in diesen zwei Tage möglicherweise stark reduzieren wird und dass das Risiko besteht, dass nur wenige oder gar keine Embryos übrig bleiben.

Aus diesem Grund ist der Embryonentransfer im Blastozystenstadium vor allem für jungere Patientinnen oder Behandlungen mit Spendereizellen zu empfehlen. Außerdem ist der Embryonentransfer im Blastozystenstadium bei Patientinnen zu empfehlen, bei denen nach mehreren Versuchen des Transfer am dritten Tag keine Schwangerschaft erreicht wurde.

Die Reduzierung der Embryonenanzahl im Laufe dieser fünf Tagen ist ein natürlicher Auswahlprozess, der nicht lebensfähige Embryone aussortiert. Allerdings ist die unterschiedliche Qualität von Embryonen und die damit zusammenhängende Reduzierung der Embryonenanzahl ein Aspekt der Behandlung, der den Patienten sehr zu schaffen macht.Aus diesem Grund möchten wir etwas näher auf dieses Thema eingehen.

Wovon hängt es ab, ob sich ein Embryo erfolgreich einnisten kann? Richtig, von der Dicke und der Struktur der Gebärmutterschleimhaut und der Qualität des eingesetzten Embryos.

Das wirf die nächste Frage auf: und wovon hängt das Implantationspotenzial eines Embryos ab? Das sind widerum drei Faktoren:

> Die genetische Last des Embryos (die Beschaffenheit seiner Gene). Dies kann nach Wunsch mithilfe genetischer Tests überprüft werden.

> Die morphologische Beschaffenheit des Embryos (also die Anzahl und das Aussehen der Zellen, aus denen er gebildet ist).

> Die Synchronie der embryonalen Entwicklung.

Bei einer gewöhnlichen Behandlung werden bei der Auswahl des Embryos nur die letzten zwei Faktoren berücksichtigt, denn eine genetische Diagnose ist eine kostspielige und invasive Technik, die nur in konkreten Fällen zu empfehlen ist.

Inwieweit verbessert der Embryonentransfer im Blastozystenstadium die Schwangerschaftschance?

Wie oben erwähnt, ist die Erfolgsrate dieser Technik sehr hoch: sie liegt bei 56% bei Befruchtungen in Vitro mit eigenen Eizellen und bei 99% bei Behandlungen mit gespendeten Eizellen, aufgrund des jungen Alters der Spenderinnen. Diese hohe Erfolgsrate wird vor allem durch eine präzisere Auswahl von Embryonen erklärt, dessen Qualität im Blastozystenstadium von den Biologen viel besser beurteilt werden kann als am 3. Tag. Der Sprung in der embryonalen Entwicklung zwischen Tag 3 und Tag 5 ist unheimlich groß, so dass nur die stärksten Embryonen so weit kommen.

Der Einsatz dieser Technik macht den Transfer von mehreren Embryonen überflüssig, wodurch das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft verhindert wird, da diese äußerst negative Folgen sowohl für die Mutter als auch für die Kinder haben kann.

Gesunde Mutter, gesunde Schwangerschaft und ein lebhaftes und gesundes Baby ist das, was wir mithilfe von verschieden Reproduktionstechniken erreichen wollen und der Embryonentransfer im Blastozystenstadium trägt ohne Zweifel viel dazu bei.

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